Lernen in realen und virtuellen Räumen wird kombiniert.

Die Lernarchitektur kombiniert das Lernen in virtuellen und medialen Lernräumen mit dem Lernen in konventionellen Lernumgebungen. Virtueller und realer Raum werden miteinander verknüpft und kombinierbar gemacht. Sie beinhalten alle notwendigen vorzugebenden Informationen für den Prozess und ermöglichen den Lernenden, ihre ganz persönlichen Lernwege und Strategien auszubilden.

Der Lehrende erschafft und strukturiert Lernräume.

Lernarchitekturen entstehen durch die Konstruktion von Lernräumen durch den Lehrenden. Sie übernehmen die Aufgabe eines Designers und erschaffen einen strukturierten „Selbstlern“-Raum. Sie legen das Fundament des Raumes, stellen Säulen auf, bauen die tragenden Wände ein, errichten Stützpfeiler und prüfen die Stabilität. Alle Elemente des Raumes sind zu verstehen als Bestandteile von kollaborativen Arbeits- und Lernprozessen. Der Lernarchitekt lässt dabei die Lernebene offen, das Lerntempo und den Lernweg. Lernen kann so auch auf anderen Wegen oder in anderen Zusammenhängen erfahrbar gemacht werden. Individuelles Lernen und Gestalten wird möglich, da nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich vorgegeben ist.

Der Lernende konstruiert und gestaltet.

Für den Lernenden heißt das, dass er in diesem geschaffenen Handlungsraum frei navigieren kann. Mit Hilfe von Lernstrategien, -methoden und Arbeitstechniken, kombiniert mit Kreativität, den individuellen Wissensvoraussetzungen und persönlichen Kompetenzen, generiert er neues Wissen. Dazu recherchieren sie, informieren sich, dokumentieren, stellen dar, modellieren, argumentieren, präsentieren usw. Sie gehen eigene Lernpfade auf unterschiedlichen Lernebenen. Erworbene Kompetenz wird sichtbar, von Lehrenden und (Mit-)Lernenden an sie zurückgemeldet und kontinuierlich weiter ausgebaut.