Zielperspektive - Guter Unterricht (7)

von Dr.Angela Thiele

Die Frage nach gutem Unterricht und einem guten Lehrer wird seit jeher in den unterschiedlichsten Zeitphasen der menschlichen Entwicklung gestellt. An dieser Stelle wird eine Darstellung gegeben, die die aktuelle Zeitepoche spiegelt. Unterricht ist eine Konstruktion. Sie konstruiert sich als aktives Feld und bildet einen Raum von unendlich vielen Möglichkeiten, in Abhängigkeit der Muster der entsprechend in dieser Situation Handelnden und Beteiligten sowie der jeweiligen sozialen, politischen und kulturellen Bedingungen. Konkret bedeutet dies folgendes. Die Konstruktion des Lern-Raumes ist abhängig von:

  • Denk – und Handlungsmustern der Schülerinnen und Schüler, gebildet durch individuelle Faktoren und Bedingungen des entsprechenden Lebensumfelds.
  • Denk – und Handlungsmustern der Eltern, gebildet durch individuelle Faktoren und Bedingungen ihres entsprechenden Lebensumfelds.
  • Denk – und Handlungsmustern der Lehrerinnen und Lehrer, gebildet durch individuelle Faktoren und Bedingungen des entsprechenden Lebensumfelds, darunter auch Lehreraus- und Fortbildungskonzepte.
  • Sozialer Herkunft, kultureller Lebensraum, (bildungs-) politische Regelungen

Aufgrund folgender Fragestellungen kann eine Wertung des Unterrichts erfolgen: In wie weit können Lehrer/innen und Erzieher/innen:

  • die existierenden komplexen Muster und Bedingungsgefüge erkennen?
  • diese Individualität bzw. Unterschiedlichkeit zulassen, annehmen und akzeptieren?
  • eine klar strukturierte Architektur gestalten?
  • eine klar strukturierte Architektur realisieren?
  • das “Gelingen überprüfen”.
  • Erfahrungen nutzen, um zielgerichtet zu verändern.