Vom Lehrer zum Lernarchitekt

Nach dem Konzept der Elementaren Lernarchitektur geht die Entwicklung vom Lehrer zum Lernarchitekt.

Als Lernarchitekt …

  • trennen sie sich von engen Betrachtungs- und Bewertungsmustern und weiten ihren Blick für Andersartigkeit, Heterogenität und Kreativität.
  • begegnen sie Kindern auf Augenhöhe und nehmen diese als gleichwertige Interaktionspartner wahr und ernst.
  • lassen sie Kontroll-und Steuerungsimpulse los und ersetzen diese mit klaren Strukturen und Zutrauen.
  • nehmen sie sich selbst und ihre persönlichen Denk- und Lösungswege zurück und machen Raum für das, was sich bei den Kindern zeigt und entwickelt.
  • wissen sie, dass jedes Kind von Natur aus gerne lernt und fördern diese natürliche Neugier.
  • begegnen sie Hilflosigkeit und vermeintlichem “Nicht-Können” nicht mit “Vorsagen” und “Vormachen”, sondern durch das Anregen selbstständiger Lösungsfindungen.
  • sehen sie Konflikte als Chancen etwas Neues zu lernen und zu lehren, und nutzen diese wertfrei.

Dieser Bewusstseinswandel führt automatisch zu einem Veränderungsprozess, der die Rolle und Aufgabe des Lehrenden neu definiert. Wissen wird in der Lernarchitektur auf Augenhöhe konstruiert, und nicht autoritär vermittelt, vorgegeben und bewertet. Von daher versteht sich der Lernarchitekt als Lerncoach.

Die neuen Aufgaben von Lehrenden erfordern zudem eine veränderte Haltung gegenüber der Kinder. Kinder bewegen sich gleichwertig, frei und selbstbestimmt, um ihre individuellen Wissensnetze und Kompetenzen auf dem Weg zum Lernziel zu konstruieren und einzubringen. Die neue Grundhaltung der Lehrenden ist gekennzeichnet durch eine totale Wertschätzung gepaart mit einer gesunden Portion Neugier und Bewunderung für die unterschiedlichen Lösungs-Strategien der Kinder. Voraussetzung für diese offene Lernarchitektur ist ein stabiles und ausgewogenes Selbstbild der Lehrenden.